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Fjarill

Singer & Songwriter, World
  • Aino Löwenmark
    Piano, Gesang
  • Hanmari Spiegel
    Geige, Gitarre, Gesang
  • + Band ( Quartett auf Anfrage)
Booking-Bereich: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlanden, Luxemburg

Wie bleibt die Kunst lebendig? Indem wir sie immer wieder lesen, hören und betrachten. Indem Worte, die vor langer Zeit geschrieben wurden, ganz unmittelbar in uns anklingen. Und besonders beglückend ist es, wenn die Kunst sich selbst fortschreibt. Wenn vergangene Werke zu neuen inspirieren. Insofern ist es ein wunderbar bewegendes Ereignis, wie das Hamburger Singer-Songwriter-Duo Fjarill nun Gedichte von Nelly Sachs und Pär Lagerkvist vertont hat. Ihr neuntes Album „Poësi‟ verbindet tieftraurige und traumschöne Lyrik mit einer ganz eigenen vielschichtigen Klangwelt zwischen Folk, Pop, Jazz und Klassik. Die schwedische Sängerin und Pianistin Aino Löwenmark wandelt gemeinsam mit der südafrikanischen Violinistin Hanmari Spiegel so kunstvoll zwischen damals und heute, bis eine absolut zeitlose Magie entsteht. Poesie eben.

Biographie

FJARILL wurde 2004 auf Umwegen in Hamburg gegründet, wo sich Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel auf dem Weihnachtsmarkt trafen. Beide Bandmitglieder haben in ihrer Jugend in Chören gesungen. In Hamburg machten sie zunächst in anderen Formationen Musik und lernten sich schließlich in einem Aufnahmestudio kennen. 2006 wurde die Band von Michy Reincke gecastet. Ihr erstes Album Stark wurde 2006 ein unerwartet großer Erfolg. Zwei Jahre später erschien das Album Pilgrim sowie die Weihnachts-EP God Jul. 2010 folgte ihr viertes Album Livet. Am 2. Juli 2011 bekamen Fjarill den deutschen Weltmusikpreis Ruth verliehen. Da viele Fans gegenüber der Band äußerten, sie höre sich live ganz anders als auf den Studioalben an, nahm Fjarill 2012 ein Live-Album auf. Mit dem Studioalbum Tiden sind neue Stilelemente und ungewohnte Tempi in die Musik gekommen. Aino Löwenmarks Ehemann, Jürgen Spiegel sowie Omar Rodriguez Calvo (beide Mitglieder des Tingvall Trios) spielen auf dem Album mit und begleiten Fjarill auf Teilen der Tournee Anfang 2014. 2016 kam ein reines Duo-Album im jüngst gegründeten Eigenverlag Butter & Fly Records heraus: Stilla Tyd, mit Musik für die stille Zeit des Jahres. 2017 spielten sie einige Konzerte als Double Bill mit Stoppok, der sie auch auf ein paar Songs des im Frühjahr 2018 neu erscheinenden Albums vokal unterstützen wird. Die Bandmitglieder leben momentan in Hamburg.

Rezensionen
Für „Midsommar“:

„Mystische Musik mit schwedischen Texten: […] Melancholie und Sehnsucht schwingen mit, wenn Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel den schwedischen Mitsommer besingen […] Als Duo ‚Fjarill‘ kreieren sie ihren ganz eigenen Musikstil“ NDR Fernsehen

„Ein außergewöhnliches Duo“ hr Fernsehen, Hauptsache Kultur

„Man agiert gleichberechtigt miteinander, wechselt sich in musikalischer Funktion ab und das polyfone Stimmarrangement verschmilzt mindestens so schön wie bei Simon & Garfunkel“ Süddeutsche Zeitung

„Die Temperatur steigt ab den ersten Klängen, und der Himmel wird viel blauer. Faszinierend.“ Welt am Sonntag

„So zählt das aktuelle Album sicher zu den Höhepunkten ihres kreativen Schaffens. […] Ihr harmonisches Zusammenspiel […] sucht seinesgleichen und kreiert eine ganz eigene musikalische Welt, die sich in keine Schublade einordnen lässt.“ FOLKER

„Die Singer-Songwriterinnen von Fjarill vertonen auf ihrem Album ‚Midsommar‘ schwedische Gedichte – und dieses mystisch-sehnsüchtige Gefühl, das die Sonnenwendfeuer umgibt.“ HYGGE

„Das Frauenpower-Duo sorgt mit Folk-Pop-Sounds für Frühlings-Vibes […]“ Grazia

„Federleichte, traumverlorene Musik, getragen von zwei zarten Frauenstimmen und sparsamer Instrumentierung um Klavier, Geige, Ondes Martenot, einer Prise Percussion und E-Gitarre.“ SR2

„magische Musik“ NDR

„Fjarill vereint zwei Künstlerinnen, die offen in die Welt schauen, aber auch sehnsüchtig ihre jeweilige Heimat vermissen, weshalb sie diese auf beeindruckende Weisen in ihren Werken dem Hörer nahe bringen können.“ Schall

„[…] spürt man die mystische Faszination des Mittsommers, die das gesamte Album durchdringt – es ist bereits das achte von Fjarill. Und das bezauberndste! Das mag daran liegen, dass die beiden Frauen mittlerweile traumhaft aufeinander eingespielt sind […]“ Stereo, Musik 4,5 Sterne, Klang 4 Sterne

„Wunderbare Songperlen zwischen Folk, Pop und ein wenig Jazz.“ Hamburger Abendblatt

„Und wieder bezaubern sie mit ganz sanften Klängen.“ Lea

„Ihre melancholischen Klänge werden auf der Bühne um beruhigende Momente der Stille ergänzt.“
Dresdener Neue Nachrichten

„Die zarten Melodien der 13 Titel laden ein in die mystische Mittsommerzeit Schwedens – federleicht und schwelgerisch.“ Dresdener Morgenpost am Sonntag

„Wer nun an Bullerbü-Frohsinn denkt, ist auf dem Holzweg. Eher geht es auf „Midsommar“ mystisch zu. […] Die Stimmungen der Lieder transportieren die sagenumwobenen Geschichten [der schwedischen „Blauen Stunde“]“ Das Magazin

„Fjarill haben mit „Midsommar“ ein weiteres wunderbares Album aufgenommen, das auch klanglich wieder auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.“ Audio
Ältere:
„Fjarill – direkter, intimer und klarer Sound!“ Kulturnews
„Mit ihrer Musik erschafft das schwedische Folkpopduo Fjarill Wohlfühlzonen für ein vom Alltag gestresstes Publikum.“ Kulturnews
„Ein außergewöhnliches Duo“ MDR Kultur

„Eine glokenreine Stimme, dazu melodische Geigen und päzise Klaviertöne, das klingt nach klarer nordischer Luft. Nach einer Melancholie die nicht in Depressionen versinkt, sondern sich in zuversichtliches Licht verwandelt.“ SWR2

„Mit seiner außergewöhnlichen positiven Kraft ist das Album ein Lichtblick in chaotischen Zeiten.“ Folker

„Elegisch, zart, viel instrumental (Klavier, Geige) und viel schwedischer Gesang, herzerfüllend. Ihre Konzerte sind wunderschön, das weiß jeder, der schon einmal da gewesen ist.“ Hamburger Abendblatt
„Wehmütig, manchmal elegisch – doch in keinem Moment verstörend oder sich aneinander reibend: Auf ihrem neuen Album „Stilla Tyd“ entspinnt das hamburgisch-schwedisch-südafrikanische Folk-Pop-Weltmusik-Duo Fjarill ein feinsinniges Spiel aus Dur und Moll.“ Hamburger MoPo
„War ihre Musik schon immer eher zart und fein strukturiert, so gelingt es Fjarill, auf “Stilla Tyd” eine noch intimere Atmosphäre zu zaubern. Die durchsichtige Instrumentierung eröffnet einen riesigen Freiraum für Klavier und Violine. Die ausdrucksstarke Stimme von Aino Löwenmark füllt den verbleibenden Raum perfekt aus.“ Global-music.de
„[…] ihr Folkjazzpop, gepaart mit den sanften und dennoch energievollen Stimmen, begeister.“ Das Magazin

„Zwei ausdrucksstarke Stimmen singen in einem Sprachengemisch, das auf beinahe mystische Weise eine eigen wirkende Sprache ergibt.“ Aachener Zeitung

Pressetexte

Wie bleibt die Kunst lebendig? Indem wir sie immer wieder lesen, hören und betrachten. Indem Worte, die vor langer Zeit geschrieben wurden, ganz unmittelbar in uns anklingen. Und besonders beglückend ist es, wenn die Kunst sich selbst fortschreibt. Wenn vergangene Werke zu neuen inspirieren. Insofern ist es ein wunderbar bewegendes Ereignis, wie das Hamburger Singer-Songwriter-Duo Fjarill nun Gedichte von Nelly Sachs und Pär Lagerkvist vertont hat. Ihr neuntes Album „Poësi‟ verbindet tieftraurige und traumschöne Lyrik mit einer ganz eigenen vielschichtigen Klangwelt zwischen Folk, Pop, Jazz und Klassik. Die schwedische Sängerin und Pianistin Aino Löwenmark wandelt gemeinsam mit der südafrikanischen Violinistin Hanmari Spiegel so kunstvoll zwischen damals und heute, bis eine absolut zeitlose Magie entsteht. Poesie eben.

Sowohl Nelly Sachs als auch Pär Lagerkvist sind 1891 geboren. Und beide erhielten Mitte des 20. Jahrhunderts den Nobelpreis für Literatur. Doch neben diesen biographischen Gemeinsamkeiten ist es vor allem der dichterische Geist, der Fjarill fasziniert. „Beide behandeln vergleichbare Themen: Warum existieren wir auf dieser Erde? Welche Stärke entwickeln wir in schwachen Momenten? Leben wir intensiver im Angesicht des Todes?‟, sagt Aino Löwenmark. „Das sind Fragen, die uns in der Corona-Zeit noch einmal verstärkt beschäftigen.‟ Um die inhaltliche Beziehung von Sachs und Lagerkvist zu illustrieren, wachsen die beiden Dichter-Namen im Artwork des Albums zum Stamm eines Baums zusammen. Eine Basis, aus der die Lieder von Fjarill wie verwunschene Äste emporsprießen.

Während die Lyrik des Schweden Lagerkvist bereits auf dem Vorgängeralbum „Midsommar‟ zu erleben ist, hat Fjarill die Gedichte von Nelly Sachs neu für sich entdeckt. „Ihre Texte sind rätselhafter. Zum Teil sind sie im Delirium in der Nervenheilanstalt entstanden. Mich beeindruckt, wie sie ihre Trauer in Kunst umgesetzt hat‟, sagt Hanmari Spiegel. Nelly Sachs hatte während der NS-Diktatur begonnen, sich mit ihrer jüdischen Herkunft zu befassen. 1940 floh sie von Berlin nach Stockholm, wo sie nicht nur als Dichterin lebte, sondern auch schwedische Werke ins Deutsche übersetzte, unter anderem von Pär Lagerkvist. „Wir haben Gedichte von ihr ausgesucht, in denen ein hoffnungsvoller Schimmer zu erahnen ist‟, erzählt Aino Löwenmark. „Noch mehr Licht kommt dann mit der Poesie von Pär Lagerkvist hinzu.‟

Im Angesicht der Pandemie möchten die Musikerinnen mit ihrem Album ein besonderes Maß an Kraft und Mut spenden. Wie solidarisch wiederum die Fans das Schaffen von Fjarill unterstützen, zeigte sich eindrucksvoll beim Crowdfunding zu „Poësi‟. Die angestrebten 15.000 Euro wurden um satte 2000 Euro übertroffen. Als Dankeschön ließen sich unter anderem Gesangsworkshops erwerben, die Fjarill im Walden Studio am grünen Rande Hamburgs gibt. „Wir sind enorm dankbar für das große Vertrauen, dass uns so viele Menschen seit Jahren entgegenbringen‟, sagt Hanmari Spiegel. Seit 2004 hat sich das charismatische Duo von Südafrika bis Schweden ein stetig wachsendes Publikum erspielt. Ihre Auftritte laden Konzertsäle und Freiluftfestivals, Clubs und Kirchen mit einer einzigartigen kollektiven Energie auf. Bis alle Anwesenden erfüllt und elektrisiert sind von Empfindsamkeit und Euphorie.

Die neuen Klänge, die Fjarill zu den alten Gedichten gefunden hat, entwickelten sich ganz intuitiv. Je nachdem, welche Schwingung die Worte in den Musikerinnen auslösten. Wie Ideen kommen und gehen, davon erzählt die Auftaktnummer „Ljus från utslocknande stjärnor‟ („Licht von erloschenen Sternen‟). Piano und Violine ebnen den Versen da ganz sachte den Weg. Ein Suchen und Staunen. „Nicht jeder kreative Impuls manifestiert sich, manches kann auch vorbeifließen‟, erklärt Aino Löwenmark. „Wir müssen nicht alle Prozesse verkopft zu Ende bringen.‟ Kunst lässt sich nicht erzwingen. „Nelly Sachs‘ Texte haben lange in mir gearbeitet. Auf einmal ist da eine Öffnung und die Musik kommt herein‟, sagt Hanmari Spiegel. Die transparenten Kompositionen dienen oftmals als Ausgleich zur Schwermut der Lyrik, etwa in „So rann ich aus dem Wort‟. Eine fein justierte Balance.

Die frei atmende Atmosphäre, die „Poësi‟ durchzieht, wurde behutsam eingefangen von dem Hamburger Produzenten Stephan Gade. „Stephan ist ein entspannter Mensch, den wir seit mehr als 15 Jahren kennen. Mit ihm zu arbeiten, hat sich wie eine Verlängerung unserer Kreativität angefühlt‟, erzählt Aino Löwenmark. „Aufgrund von Corona haben wir unser Material viel digital hin- und hergeschickt. Das hat sehr gut funktioniert‟, erläutert Hanmari Spiegel. Stephan Gade hat sich mit Bass, Gitarre und Percussion in die Aufnahmen eingebracht. Und weitere treue Weggefährten haben ebenfalls zu dem Album beigetragen, etwa die Musiker Jürgen Spiegel und Stefan Stoppok. Der Schauspieler Andreas Grötzinger wiederum rezitiert mit dunkel-warmer Stimme das Poem „In der blauen Ferne‟. Neu ist, dass Fjarill seine Instrumentierung erweitert hat. So ist Hanmari Spiegel erstmals am Synthesizer zu hören, was den Sound des Duos dynamisch bereichert.

Mit den Gedichten von Nelly Sachs zieht zudem das Deutsche ein in den Fjarill’schen Sprachkosmos. Wenn Aino Löwenmark das Gedicht „Hier nehme ich euch gefangen / ihr Worte‟ singt, entfaltet sich durch ihren schwedischen Akzent eine eigensinnige wie zarte Poesie. Zwei Monate lang hat sie den Song immer wieder aufgenommen, bis sich Artikulation und Emotion stimmig anfühlten. Wie überhaupt alle der 13 Songs eine ganz eigene Persönlichkeit entwickelt haben. Da ist das beschwingte „Önskevisa‟ („Wunschlied‟), das die Demokratie mit einem wilden Volkstanz feiert. Oder das getragene „Vår är himmeln‟ („Unser ist der Himmel‟), das die Verletzlichkeit preist. „Wir werden schicksalsweich, je älter wir sind. Die Erkenntnis, dass alles zerbrechlich ist, macht demütig und dankbar‟, sagt Aino Löwenmark. „Dieser Text von Pär Lagerkvist ist so schön und zuversichtlich, er könnte eine Art Vaterunser sein für eine neue Religion‟, sagt Hanmari Spiegel.

Es hat eine heilende und beflügelnde Qualität, wie Fjarill auf „Poësi‟ menschliche Seelenlagen auslotet. Wie die Musikerinnen beherzt eintauchen in jene Zustände, die zwischen den Welten zu liegen scheinen. Wie sich Stimmen und Töne Schicht um Schicht ergänzen. Und wie zugleich viel Raum bleibt für eigene Gedanken. Mit der spannungsgeladenen Rhythmik von „Glömma Glömma‟ lassen sich Wut und Frust kanalisieren. Und mit Lagerkvists bekanntem Gedicht „Det är vackrast när det skymmer‟ werden die Zuhörenden zum Abschluss des Albums sanft in die Dämmerung geleitet. Das Lied zelebriert eine allumfassende Liebe, die wir ganz für uns alleine spüren können. Was für eine passende und tröstende Botschaft in dieser besonderen Zeit.

o-tone music
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