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Dejan Terzic AXIOM

Jazz
  • Dejan Terzić
    Schlagzeug
  • Chris Speed
    Saxophon, Klarinette
  • Bojan Z.
    Piano, Fender Rhodes
  • Matt Penman
    Bass
Booking-territory: weltweit

Nach über 20 Jahren Tourneen und zahlreichen CD-Aufnahmen ist Dejan Terzic zu einem sehr gefragten und herausragenden Schlagzeuger in der europäischen Jazzszene geworden. Im Laufe der Jahre tourte und nahm er mit Joe Lovano, Lee Konitz, Bob Berg, Nils Landgren, George Garzone, Wolfgang Muthspiel, Lionel Louke, Gary Thomas, Roy Hargrove, Enrico Rava, Paolo Fresu, Franco Ambrosetti, Tom Harrell, Till Brönner, Marc Ducret, Mike Formanek, Jerry Bergonzi, James Moody, Antonio Farao, Django Bates, Palle Danielsson, Rita Marcotulli, Mark Helias, Chris Speed, Dusko Goykovic, Tim Hagans, Dominique Pifarely, Michel Godard um nur einige zu nennen. Dejan hat sich zu einer festen Größe in der europäischen Jazzszene entwickelt. Er hat über 100 CDs als Sideman aufgenommen. In den letzten Jahren hat er begonnen, sich auf seine eigenen Projekte zu konzentrieren. Bei diesen Arbeiten tritt er auch als Komponist von Originalmusik auf.

Biographie

Dejan Terzić Schlagzeug

Dejan wurde in Banja Luka im damaligen Jugoslawien geboren.

Seine Familie zog nach Deutschland, als Dejan 3 Jahre alt war. Im Alter von 6 Jahren begann er mit dem Klavierspiel, mit 12 Jahren begann er mit dem Schlagzeug und spielte zunächst in Rock- und Funkgruppen. Sein Einstieg in die Welt des Jazz kam durch die Hintertür. Als er Stings Album „Bring On the Night“ hörte, wurde er vom Spiel des Pianisten Kenny Kirkland und des Saxophonisten Branford Marsalis gepackt. An diesem Punkt begann seine ernsthafte Erkundung der Welt des Jazz. Im Sommer 1991 reiste Terzic zum Vermont Jazz Center, das von dem legendären ungarischen Gitarristen Attilla Zoller geleitet wurde. Attilla erwies sich als großer Einfluss auf Dejan, indem er ihn ermutigte und ihm die Feinheiten der Gruppendynamik und der Improvisation näherbrachte. Im selben Sommer wurde Terzic Mitglied des New Yorker Drummer’s Collective, wo er unter anderem mit Marvin Smitty Smith und Bill Stewart studierte. Zurück in Deutschland begann Dejan ein Studium an der Musikhochschule in Würzburg, wo er auf den Schlagzeuger Bill Elgart traf, einen der originellsten und kreativsten Spieler der Szene. Terzics Kommentar dazu war: „… er hat mich zu ganz anderen Sachen gebracht…“. Die nächsten Jahre waren hektisch, gefüllt mit Unterricht und Auftritten. Sein Spiel begann, sowohl bei Musikern als auch in der Öffentlichkeit Gehör zu finden – und sein Spiel begann, sich in den Preisen zu sammeln – Junger Bayerischer Jazzlöwe 94/95, Bester Schlagzeuger Krakow Festival 94, Bester Schlagzeuger, Leipzig Festival 95, Bester Musiker, Internationales Jazzfestival Oberkochen, 95. Nürnberger Kulturpreis, 97. Jazzpreis der Stadt München, 2004. ECHO Jazz Award als bester nationaler Schlagzeuger im Jahr 2014.

 

Chris Speed Saxophon, Klarinette

Chris Speed (geb. 1967 in Seattle, Washington) ist ein amerikanischer Saxophonist, Klarinettist und Komponist. Er studierte klassisches Klavier ab dem Alter von fünf Jahren und begann mit elf Jahren mit der Klarinette. In der High School nahm er das Tenorsaxophon auf und begann, Jazz zu studieren. Später besuchte er das New England Conservatory of Music in Boston.

Seit 1992 lebt Speed in New York City.

Er leitet oder ist Co-Leiter der Gruppen Pachora (mit Jim Black, Skúli Sverrisson und Brad Shepik); Human Feel (mit Andrew D’Angelo, Black und Kurt Rosenwinkel); yeah NO (mit Black, Sverrisson und Cuong Vu); und Trio Iffy (mit Ben Perowsky und Jamie Saft). Die beiden letztgenannten Gruppen spielen überwiegend Kompositionen von Speed.

Bekannte Avant-Jazz-Gruppen, mit denen Speed aufgetreten ist, sind Tim Berne’s Bloodcount (mit Berne, Jim Black, Michael Formanek und manchmal Marc Ducret); The Claudia Quintet (mit John Hollenbeck, Matt Moran, Ted Reichman und Drew Gress); Jim Black’s Alasnoaxis (mit Black, Sverrisson und Hilmar Jensson); und The Clarinets (mit Oscar Noriega und Anthony Burr).

Die Zusammenarbeit mit Dejan Terzic begann 2003 mit Dejans ehemaliger Band Underground. 4 Alben haben sie gemeinsam veröffentlicht. www.chrisspeed.com

 

Bojan Zulfikarpasic Klavier, fender rhodes

Er begann im Alter von 5 Jahren Klavier zu spielen. Als Teenager begann er in Bands der Belgrader Jazzszene zu spielen, wo er 1989 eine Auszeichnung als bester junger Jazzmusiker Jugoslawiens erhielt. 1986 studierte er bei Clare Fischer im Blue Lake Fine Arts Camp in Michigan. Während seines Militärdienstes im ehemaligen Jugoslawien wurde er von der traditionellen Balkanmusik, die er in einem Armeeorchester spielte, beeinflusst, was sich auf seine gesamte spätere Arbeit auswirken sollte. 1988 zog er nach Paris und spielte mit Noël Akchoté, Julien Lourau, Magic Malik, Marc Buronfosse, Henri Texier und anderen renommierten französischen Musikern.

1993 nahm er mit seinem Bojan Z Quartet das Debütalbum beim Label Bleu auf, gefolgt von Yopla! 1999 war er an dem multiethnischen Projekt Koreni (Roots) mit Musikern wie Karim Ziad aus Algerien, Kudsi Erguner aus der Türkei und Vlatko Stefanovski aus Mazedonien beteiligt.

Sein Solo-Piano-Album Solobsession (2001) brachte ihm weitere weltweite Anerkennung. Auf Transpacifik (2003) begann er die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Jazzmusikern Scott Colley und Nasheet Waits und setzte sie auf Xenophonia (2006) mit Ben Perowsky und Ari Hoenig sowie dem Franzosen Remi Vignolo fort.

Er benutzt oft die Kombination von akustischem Klavier mit dem Fender Rhodes E-Piano, oft spielt er sie gleichzeitig, und kürzlich wird behauptet, er sei der Erfinder des „Xenophone“, eines Hybrid-Instruments, das auf dem maßgeschneiderten Fender Rhodes E-Piano basiert. Es ist auf Xenophonia zu hören.

Im Jahr 2002 wurde Bojan Zulfikarpašić von der französischen Regierung mit dem Titel Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet und erhielt von der französischen Académie du Jazz den Prix Django Reinhardt für den Musiker des Jahres. 2005 wurde er mit dem European Jazz Prize als bester europäischer Jazzmusiker ausgezeichnet. www.bojanz.com

 

Matt Penman Bass

Ursprünglich aus Neuseeland stammend, zog Matt Penman 1994 in die USA, um das Berklee College of Music zu besuchen. 1995 zog er nach New York, wo er als einer der gefragtesten Bassisten der Jazzmusik international auftritt, Aufnahmen macht und unterrichtet.

Er ist ein etabliertes Mitglied des SFJazz Collective, einem achtköpfigen Komponistenkollektiv, das sich der Präsentation von Originalwerken seiner Mitglieder sowie von Bearbeitungen des Werks der Jazzgrößen widmet. Das Kollektiv besteht aus einigen der besten Komponisten/Improvisatoren der Szene, darunter Mark Turner, Stefon Harris und Miguel Zenon. Im Jahr 2009 gründete Matt ein gemeinsames Quartett mit Joshua Redman, Aaron Parks und Eric Harland namens James Farm. Die Band veröffentlichte 2011 ihr Debütalbum bei Nonesuch Records.

Zusätzlich zu seinen Hauptprojekten tritt Matt regelmäßig mit John Scofield auf; im Trio und im Quartett mit Joe Lovano. Er ist Mitglied von Nils Wogram’s Root 70 und Breve, einem schlagzeuglosen Trio mit Hayden Chisholm und John Taylor.  Zu seinen weiteren Partnern gehören Kurt Rosenwinkel, Kenny Werner, Dave Douglas, Chris Cheek, Seamus Blake, Wolfgang Muthspiel, Guillermo Klein, Rebecca Martin, Nicholas Payton, Fred Hersch und Madeleine Peyroux.

Als Lehrer hat Matt Workshops in ganz Europa geleitet und war 2007 Artist in Residence am Brubeck Institute in Stockton, Kalifornien. Außerdem gehörte er zum Lehrkörper des Banff Workshop for Creative and Improvised Music 2009. Zu Matts Projekten als Bandleader gehören das von ihm geleitete Album ‚Flipside‘ (Naxos, 1998), ‚The Unquiet‘ (2001) und ‚Catch of the Day‘ (2008), beide beim Barcelona-Label Fresh Sound. Er ist auf weit über 100 Aufnahmen bei verschiedenen Labels zu hören.

www.mattpenman.com

Pressetexte

„Silent Dancer“ (Cam Jazz)

Wenn Musik wieder zum Abenteuer wird … Fünf Jahre ist es her, dass der Berliner Drummer Dejan Terzić mit „Prometheus“ das erste Album seiner hochkarätig besetzten Band Axiom veröffentlichte. Höchste Zeit für einen Nachfolger. Doch als er diesen in Angriff nahm, ahnte niemand, dass beim zweiten Streich alles ganz anders werden würde.

Es liest sich wie eine Wildwest-Geschichte mitten in Europa. Zunächst begann alles ganz normal. Terzić hatte neues Material geschrieben und trommelte seine Magnificant Four aus allen Ecken der Welt zusammen. Pianist Bojan Zulfikarpašić (auf seinen eigenen Einspielungen besser bekannt als Bojan Z.) reiste aus Frankreich an, Saxofonist Chris Speed aus Kalifornien und Bassist Matt Penman aus New York. Man probte das Material, freute sich darüber, dass der alte Bandgeist sich sogar noch verfestigt hatte, und ging auf Tour. Ein paar Konzerte in Deutschland machten den Anfang, von da aus ging es ins bosnische Banja Luka, Terzićs Geburtsstadt. Das war im März 2020. Déjà-vu? Einen Gig später ereilte die Band dann ein Anruf, dass ihre Konzerttermine in Italien abgesagt wären, weil ein bis dato unbekanntes Virus unter dem euphemistischen Namen Corona zugeschlagen hätte. Im italienischen Udine sollte aber das neue Album eingespielt werden. Was tun? Konnte der Bandleader unter den gegebenen Umständen verantworten, seine Bandmitglieder an einen Corona-Hotspot zu führen? Man fasste sich ein Herz, stieg in Budapest in einen völlig leeren Flieger und setzte in ein ebenfalls menschenleeres Venedig über, von wo es nach Udine weiterging.

Im Studio fühlte sich zunächst alles ganz normal an, und doch war es keine normale Session, denn im Angesicht des drohenden Sterbens ringsum spielte die Viererbande buchstäblich um ihr Leben. Eine Intensität, die sich ohne Umwege in die Musik übersetzt. Aufgrund der ausgefallenen Gigs konnte man sich in der Klausur des Studios mehr Zeit lassen als zunächst veranschlagt, doch der Weg zurück aus Italien war abermals abenteuerlich. Einfach so rüber nach Ljubljana ging nicht. Man musste mit einem Bus bis an die slowenische Grenze fahren, zu Fuß rüber ins Nachbarland und dort von einem anderen Bus abgeholt werden. „Wie zu Zeiten des eisernen Vorhangs“, lacht Terzić mit einigem Abstand. Einmal mehr schlägt die Kunst der aktuellen Politik ein Schnippchen.

Müsste man die Einspielungen auf „Silent Dancer“ unter ein Motto stellen, wäre es wohl Spielkultur. Im Fokus aller Beteiligten bleibt immer das Ganze, und doch wird intuitiv jedes Detail, jede noch so winzige Nuance bis zur Vollkommenheit ausformuliert. Die Musiker von Axiom sind einander sehr wesensverwandt. Vier Supervirtuosen mit mehr individuellen Erfahrungen im Tornister, als sich an dieser Stelle aufführen ließen, die ausnahmslos mit jedem My ihrer Selbstwahrnehmung im Dienste der Musik stehen. Der Schlagzeuger spricht in diesem Kontext treffend von einem gemeinsamen existenziellen Drang. Jeder Song erzählt seine eigene Story, dessen Spannkraft ausnahmslos auf einer gesunden Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit beruht. Auch wenn die Wohnorte der Musiker Tausende von Kilometern auseinander liegen, ist Axiom kein singuläres Projekt, sondern eine feste Band. Aus dem Ineinandergreifen der Intentionen und Spielhaltungen ergibt sich ein gemeinsames Habitat, innerhalb dessen Grenzenlosigkeit man sich absolute Freiheit gönnen kann. Der Drummer hebt noch eine weitere Gemeinsamkeit hervor, die auf den ersten Blick wie ein Zufall anmutet, auf den zweiten jedoch anhand der vier Persönlichkeiten alles andere als zufällig ist. „Ein verbindendes Element besteht darin, dass wir alle mit Nils Wogram gespielt haben. Er ist im Grunde unser größter gemeinsamer Nenner.“

Womit wir bei einem weiteren wesentlichen Punkt dieser Einspielung wären. Die Besetzung hat für Dejan Terzić etwas sehr Autobiografisches. Bojan Zulfikarpašić kennt er seit frühester Jugend. Sein Onkel war der Musiklehrer des späteren Pianisten, der damals wiederum mit Terzićs Cousin in einer Band spielte. Man mochte einander, verlor sich irgendwann aus den Augen, weil es den Einen nach Frankreich verschlug und der Andere in Deutschland lebte, bis sich die separaten Wege unweigerlich wieder kreuzten und man beschloss, etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Der Spirit der gemeinsamen Jugenderfahrung ist immer noch spürbar. Chris Speed hörte Terzić zum ersten Mal, als dieser in den 1990er Jahren kurze Zeit in Nürnberg lebte, wo Terzić seit 1989 zuhause war. Für einige Wochen teilten sie sich sogar eine Wohnung. Nach einem Konzert von Speed mit dessen Alter Ego Jim Black in einem kleinen Nürnberger Club jener Tage erklärte der Saxofonist, er spiele nur mit Freunden. Diese Maxime sollte sich Terzić tief einbrennen und kommt auch auf „Silent Dancer“ (der Albumtitel bezieht sich auf seine Tochter Néa) zum Tragen. Ab 2002 nahmen Terzić und Speed mehrere Platten mit ihrer Band Underground auf. Matt Penman wiederum lernte er kennen, als er zu verschiedenen Gelegenheiten in Nils Wograms Band Root 70 einsprang. Zwischen dem Drummer und dem Bassisten  entspann sich eine feste spielerische Beziehung, die das elastische Grundgerüst für Axiom bildet. Die Innigkeit, mit der die vier Musiker hier miteinander verbunden sind, erinnert an eine Rockband, bei der es mehr auf den Gesamtsound ankommt als auf die Einzelleistungen. „In dieser Band gibt es keine Sidemen. Ich mag das Konzept von Sidemen und Leader sowieso nicht besonders. Egal, was jeder von uns in anderen Projekten macht, hat Axiom einen Sound, den sonst keine andere Band hat.“

Dieser Zusammenhalt ist umso wichtiger, als die Stücke auf „Silent Dancer“ extrem unterschiedlich sind. Das Grundkonzept der meisten Stücke beruht auf Ideen, die sich an die Minimal Music im Geiste von Steve Reich bis Brandt Brauer Frick anlehnen, doch die gelebte improvisatorische Ausgestaltung trägt die einzelnen Songs in ganz unterschiedliche Richtungen, Dichtegrade und Aggregatzustände davon. Von Gelassenheit bis Wut, vom fast unhörbar wachsenden Gras bis zur Wucht eines Vulkanausbruchs ist im diversifizierten Minimalismus von Axiom für jedes Gefühl Platz. Aus einer Riesenauswahl von neuem Material suchte Terzić bewusst jene Stücke für die Einspielung aus, die so unterschiedlich wie möglich anmuten, wohl wissend, dass sie von der Band in dieser Konstellation zu einem Ganzen geformt werden.

Womöglich wäre „Silent Dancer“ unter anderen äußeren Umständen ein ganz anderes Album geworden. Aber wer weiß das schon?! So oder so ist die Platte ein eindringliches Statement von der Kraft der Kunst in einer Gesellschaft am Limit, die nicht nur Perspektiven öffnet, sondern sich ungeachtet aller äußeren Hindernisse manifestieren kann, stark und unbeirrbar.

Wolf Kampmann (Berlin im März 2021)

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