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Max Clouth – Entelecheia

World, Jazz
  • Max Clouth
    Gitarre
  • Marja Burchard
    Vibraphon
  • Maasl Maier
    Bass
  • Kabuki
    Modularsynthesizer
  • Bodek Janke
    Schlagzeug
  • Tony Clark
    Shakuhachi
  • Auch buchbar im Trio:
  • Max Clouth
    Gitarre
  • Tony Clark
    Shakuhachi, Vocals, Bass
  • Khadim Seck
    Percussion, Flöte, Ngoni
Booking-Bereich: Europa

“Entelecheia” ist das neue Album des Frankfurter Gitarristen Max Clouth und seiner persönlichen  “Dream-Band” Marja Burchard am Vibraphon und Maasl Maier am Bass (EMBRYO), Kabuki am Modularsynthesizer, Bodek Janke am Schlagzeug und Tony Clark an der japanischen Bambusflöte Shakuhachi.

Der Begriff Entelechie (griechisch ἐντελέχεια entelecheia) stammt aus der Aristotelischen Philosophie und bedeutet “sich im Stoff verwirklichende Form” – oder auch die Eigenschaft von etwas, sein Ziel in sich selbst zu haben.

Musikalisch drückt sich dieser Gedanke in einer kompromisslosen Fusion aus: Ambient-Jazzrock, Live-Elektronik, ausbrechende Gitarrensoli, tiefe spirituelle Gedanken, World-Musik Elemente, das ganze ist so groß und bunt, als käme es aus den 70ern und gleichzeitig zutiefst modern, ja futuristisch.

Biographie

Max Clouth

Max Clouth kennt die Regeln. Nach seinem Studium der Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Mainz und der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden ging er nach Indien. Drei Jahre hat er in Mumbai gelebt und dort Musik studiert, ist tief in das Land, seine Traditionen und Klänge eingetaucht. 2017 erhielt Max Clouth das Frankfurter Jazzstipendium – den Jazzpreis der Stadt Frankfurt.

Rezensionen

„Druckvolle Steigerungen und Momente der Entspannung wechseln sich ab, nach Exkursionen auf das Terrain von Kraut- und Jazzrock sowie in einen dichten Dschungel aus bizarren Tönen kommt das Sextett gegen Ende zurück zum eher akustischen und indisch beeinflussten Ausdruck.  Die gelungene Premiere von „Entelecheia“ wird begeistert gefeiert und lässt auf weitere Konzerte der unkonventionellen Formation hoffen.”  FAZ

„Entelecheia ist eine wunderbare Klangreise.” Jazzthetik

„Lädt zum unvermeidlichen Vergleich mit dem legendären John McLaughlin ein. Clouth ist ein offensichtliches Talent.“  echoesmagazine.co.uk

“…Spagat aus Art- und Jazzrock … all dies ist schon einzigartig. Aber auch die anderen Song halten Wundersames bereit.” Eclipsed

Pressetexte

Bewegung ins Offene
Die Töne einer Shakuhachi-Flöte spannen sanfte Bögen auf, heben in sphärische Weiten. Überraschend öffnet ein Vibraphon flirrende Räume. Gitarrenklänge setzen ein, führen die Bewegung fort. Wie ein Sternzeichen, dass am östlichen Horizont aufgeht, bewegt sich “Aszendent” ins Offene. Der erste Track auf Max Clouths neuem Album Entelecheia setzt die Atmosphäre für das ganze Werk: Komplexe Akkorde, Klangfarben, die einander gegenüber stehen, sich ergänzen, manchmal bekämpfen, Live-Elektronik, ausbrechende Gitarrensoli, Elemente von indischer, persischer, westafrikanischer Musik. Manchmal gefasst, manchmal spontan, verspielt und improvisiert. Ein Album wie ein Leporello, ein Bilderkabinett.

Entelecheia ist ein Begriff aus der aristotelischen Philosophie und bezeichnet ein Individuum, das sein Ziel, seine Vollendung schon in sich trägt. Sowohl die ihm innewohnende Kraft zur Selbstverwirklichung, als auch der vollendete Zustand kann damit gemeint sein. Der Titel passt zum Entstehungsprozess des Albums. Dazu Max Clouth: „Ich habe die Stücke im Vorfeld skizzenhaft angelegt – wie ein Notizzettel mit musikalischen Themen, die so freilassend sind, dass Platz ist, etwas eigenes einzubringen. Vollständig wurden die Stücke erst durch unser Zusammenspiel.“

Zusammenspiel von Individuen
Das Band, das alles zusammenhält sind die Menschen, die Max Clouth für das Album zusammengebracht hat: Marja Burchard, Bodek Janke, Maasl Maier, Kabuki und Tony Clark.
„Es ist meine persönliche Dream-Band! Was mich fasziniert hat, waren einerseits die instrumentalen Eigenschaften, aber mindestens genauso die Menschen an sich und das, was sich dann aus dem Kräfteverhältnis zwischen diesen verschiedenen Persönlichkeiten ergibt.“

Einige Tage waren sie in einem Studio im herbstlichen Schwarzwald: keine bereits existierende Band, sondern  Musiker:innen, die sich zum ersten Mal zusammenfinden – ein Sprung ins kalte Wasser, der sich als äußerst erfrischend erwies.
„Einzigartige Energie, kreative Menschen, aussergewöhnliche Mischung von Sound, Rhythmus und Melodie“,so Bodek Janke, der mit Drums und Tabla dabei war. Für ihn war unter anderem die Mischung aus akustischen Instrumenten und dem Modularen Synthesizer reizvoll. Letzterer wird auf „Entelecheia“ von der Frankfurter Drum’n Bass-Legende Kabuki gespielt: „Meine Rolle sah ich vor allem darin, den natürlichen Klangfarben und organischen Grooves etwas mechanisches, sich stetig wiederholendes entgegenzusetzen.“

Poetische Imaginationen
Mit Santur, Vibraphon, Wurlitzer und Stimme ist Marja Burchard zu hören. Sie schätzt „die Freiheit, mit der sich jede und jeder in diesem Album einbringen konnte und durfte. Jede einzelne Farbe kommt da so schön zum Vorschein. Viele Farben die ich eingebracht habe sind auch unter anderem mit meiner Geschichte – die Gruppe Embryo, die von meinem Vater 1969 gegründet wurde und die ich seit seinem Tod weiterführe – verbunden.“
Marja Burchards Spoken Word – Passagen stoßen Bilder an, die – von der Musik getragen – zu poetischen Imaginationen werden. So zum Beispiel in Aszendent:„Fließende Atome, unsichtbare Wolken, über uns schwingende Federn aus Luft. Ein Atemzug.“

Nach diesem Atemzug folgt “Bernstein Purpur Gold” – ein Stück, dessen konkrete, zerebrale Metrik von der Leichtigkeit des Vibraphons begleitet in einen kontemplativen Raum mündet, den Marja Burchard mit ruhiger Stimme ausfüllt, wie ein Gebet, eine mystische Anrufung:„Floating Rivers, singing Trees, screaming Birds, whistling draught, fluttering butterflies, flying clouds to you I will dedicate my breath, give me the light and the strength, give me courage and trust to keep on breathing…“

Den Titel „Bernstein Purpur Gold“ wählte der synästhetisch begabte Max Clouth
„weil es für mich die Farben sind, der Harmonien, der Akkorde, die in dem Stück eine Rolle spielen: A Moll ist für mich bernsteinfarben, Purpurrot ist G-Moll und C-Moll golden.“
Die Klangfarben und -Formen, die dabei zum Ausdruck kommen, könnten einem Gemälde der schwedischen Malerin Hilma af Klint entsprungen sein, der Clouth durch die Verbindung von Kunst und Spiritualität nahe steht. Das Cover von Entelecheia ist von ihren Bildern inspiriert.

Dystopie in Krautrock-Tradition 
Wirkt „Bernstein Purpur Gold“ wie eine Erzählung aus dem Paradies, erscheint “Synthetic Stripes” als Reflexion des materialistisch-digitalen Zeitgeistes. Eine Dystopie in Krautrock-Tradition. Marja Burchard hat das Stück komponiert. Lakonisch, leicht entrückt einem Bewusstseinsstrom folgend, klingt ihre Stimme vor dem Hintergrund eines sich auftürmenden Zusammenspiels von Modularsynthesizer, Shakuhachi und Gitarre:„Synthetic stripes are blocking my view. Plastic bags and white rooms. Coins are falling on the ground. Empty scraps of paper in my daydreams.“ 

Instrumentalsoli und verlorene Textfetzen blitzen auf, bis der Track in eine friedliche Atmosphäre mündet. Wird die Shakuhachi zumeist mit Japan, Zen und Meditiationsmusik assoziiert, führt sie Tony Clark aus ihrem traditionellen Rahmen heraus: „Ich habe versucht, die Tiefe, die spirituelle Kraft des Instrumentes beizubehalten, dem Wesentlichen Ausdruck zu verleihen, was ich von meinen Lehrern gelernt habe und gleichzeitig ganz andere Töne zu spielen, eben neue Kompositionen. Das Ergebnis ist für mich interessant; die Melodien, das Tonmaterial scheint nicht so wichtig zu sein, wie der Atem, der Geist.“

Elektronische Härte und instrumentale Sanftheit
Emerald”, der vierte Track des Albums wurde von Kabuki komponiert. Über einen stoischen Rhythmus schrauben sich Clouths Gitarrensoli, Bassfigur und Vibraphon setzen Akzente. Ein Track, dessen repetitive Grundlage etwas Hypnotisches hat, das Zeitgefühl dehnt, bis seine kühle Strenge im letzten Drittel von einer ruhigen, fließenden Emotion kontrastiert wird. Ein neuer seelischer Raum ist erreicht. Nun setzt auch der Rhythmus wieder ein, ist jetzt aber mehr Herzschlag als Maschine.

Mit “Sadhu” folgt ein hell verspielter Track in ruhiger Atmosphäre, getragen von Tabla und Gitarre. Dann erklingt der Track, der dem Album seinen Titel gibt:” Entelecheia”. Ein episches Stück mit starker Innerlichkeit, das elektronische Eckigkeit und akustische Sanftheit vereint. Kristalline Klänge schweben über Percussion und Synthesizer-Schraffuren. Wie für das gesamte Album charakteristisch, erfolgen auch hier mehrere Stimmungswechsel. Ein Tagtraum, eine musikalische Reise, die Marja Burchard mit flüsternder Stimme magisch bebildert.

Den Abschluss des Albums bildet “Deszendent” getragen vom Zusammenspiel von Shakuhachi, Vibraphon und Gitarre über einer Ostinato-Sequenz des Synthesizers.

o-tone music
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Generelle Anfragen: info(at)o-tonemusic.de
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