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Tini Thomsen

Jazz, Funk, Rock
  • Tini Thomsen
    baritone saxophone
  • Nigel Hitchcock
    alto saxophone
  • Tom Trapp
    guitar
  • Mark Haanstra
    bass
  • Joost Kroon
    drums
Booking-Bereich: Europa

Ein gutes Stück rockiger Jazz, fernab der akademischen Haltung und dafür mit einem Schuss Gitarren-Ekstase und bodenständiger Energie. Tini Thomsen MaxSax bieten eine nuancierte, kraftvolle stilistische Differenziertheit. „Einfach mal einen Gang höher schalten“, sagt Tini Thomsen.

Eine Frau und ein Saxofon, ein Herz und eine Seele! Das doch recht massive, schwere Baritonsaxofon ist in den Musikerinnenhänden von Katharina „Tini“ Thomsen jedenfalls eine Zier, die sich hören lassen kann. Das Spektrum reicht von robust-volltönendem Rhythmusspiel über wendige Melodieparts und rasant-kernige Soli bis zu – gelegentlichen! – Ausflügen ins etwas Zartere, Balladeske. Schon von Männern in der Szene selten gespielt, zählt die Kombination Thomsen-„Bari“ damit nicht nur national, sondern zugleich international zu einer sehr überschaubaren Gruppe solcher „Duos“. Noch besser trifft sich natürlich, dass sie in Nigel Hitchcock das passende Gegenüber am Altsaxofon – und auch sonst im Leben – gefunden hat.

Biographie

Dass Thomsen einst überhaupt zum Baritonsaxofon fand, war eine Mischung aus Talent und Zufall. Als vorwitzige 13-jährige trug sie aus dem Musikladen nicht, wie es bei den meisten Anfängern der Fall ist, ein Altsaxofon, sondern ein Tenor. Da hatte sie zwar eben erst mit dem Unterricht begonnen, blieb aber trotzdem bei diesem Modell. Der Schritt zum Bariton wurde ihr dann von verschiedenen Ensembles nahegelegt. Schul-Bigband, Hochschul-Bigband, Landesjugendjazzorchester: Wo sie hinkam, bestand Baritonbedarf! Hinzu kam, dass Thomsen zu dem relativ selten gespielten Saxofontyp schnell einen Zugang entwickelte, den Sound mochte und die Spielweise unkompliziert fand.

Der Musik von MaxSax ist anzuhören, dass Tini Thomsen in jungen Jahren begeistert Rockmusik hörte. In Sachen Saxofon sah sie moderne Jazzer wie Ronnie Cuber und Michael Brecker als Vorbilder. Abgesehen von ihren eigenen Ensembles arbeitete die Saxofonistin in den vergangenen Jahren mit einer Menge etablierter, internationaler Künstler. Es waren so verschiedene wie die südafrikanische Popsängerin Lira, US-Jazztrompeter Christian Scott, der stilmischende, britische Musiker und Dirigent Jules Buckley mit seinem Heritage Orchestra oder Dr. John, in dessen Europa-Tourband sie spielte.

Seit ihren Studien an den Musikhochschulen in Hamburg und Amsterdam hat sich Thomsen intensiv mit Saxofonen und Klarinetten beschäftigt, aber keineswegs nur mit dem Musizieren. Sie begann zusätzlich, eigene Stücke zu komponieren. Einige davon wurden ausgezeichnet, etwa beim Komponistenwettbewerb des Bundesjazzorchesters 2010 oder dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Rubrik Jazz/Crossover 2016. Dass sie heute für ihre Bands das meiste Repertoire schreibt, ist daher längst nicht alles. Immer wieder setzt sie sich mit wesentlich größeren Formationen auseinander. Die HR– und NDR-Rundfunk Bigbands haben Kompositionen von ihr gespielt. Sie kooperierte mit der schwedischen Norrbotten Bigband und arrangierte Stücke für das JazzBaltica Ensemble (JazzBaltica All Star Band) des gleichnamigen Jazzfestivals. Im Jahr 2015 leitete sie die Formation und heimste den IB.SH-JazzAward für junge Jazzkünstler ein.

Rezensionen

„Shift ist eine Jazz-CD, die Spaß macht und bei der man ständig lauter drehen möchte.“ FAZ

„komplexe, virtuose, improvisierte Musik mit der superintensiven Energie des Rock“  NDR Jazz Album der Woche

 „In der Musik von MaxSax dominieren vor allem Rockeinflüsse, manchmal wird es auch funky, der Jazzhintergrund der Musiker kommt eher versteckt in raffinierten Arrangements zum Tragen.“ CD Tipp bei BR B5 Kulturnachrichten

„Ihre Band Maxsax klingt auf dem neuen Album „Shift“ ungebärdig wie eh und je. (…) Hoffentlich bleiben Tini Thomsen und ihre Musik uns noch lange erhalten, sie werden gebraucht.“ Jazzthing

„Ein mutiger Ansatz. Und ein erfreulich rockiger.“ Jazzthetik

„ein unglaublich starkes Soul-Feeling“ Gitarre & Bass

Pressetexte

Ein gutes Stück rockiger Jazz, fernab der akademischen Haltung und dafür mit einem Schuss Gitarren-Ekstase und bodenständiger Energie. Tini Thomsen MaxSax bieten eine nuancierte, kraftvolle stilistische Differenziertheit. „Einfach mal einen Gang höher schalten“, sagt Tini Thomsen.

Eine Frau und ein Saxofon, ein Herz und eine Seele! Das doch recht massive, schwere Baritonsaxofon ist in den Musikerinnenhänden von Katharina „Tini“ Thomsen jedenfalls eine Zier, die sich hören lassen kann. Das Spektrum reicht von robust-volltönendem Rhythmusspiel über wendige Melodieparts und rasant-kernige Soli bis zu – gelegentlichen! – Ausflügen ins etwas Zartere, Balladeske. Schon von Männern in der Szene selten gespielt, zählt die Kombination Thomsen-„Bari“ damit nicht nur national, sondern zugleich international zu einer sehr überschaubaren Gruppe solcher „Duos“. Noch besser trifft sich natürlich, dass sie in Nigel Hitchcock das passende Gegenüber am Altsaxofon – und auch sonst im Leben – gefunden hat.

Pferde? Kraniche? Was es damit auf sich hat, erklärt die Musikerin mit der Situation im ersten Lockdown Anfang des Jahres, in der sie fast durchgehend zu Hause auf dem Land war: „Hier ist jeden Tag ein Pferdetreck entlang getrottet und darüber flogen die Kraniche.“ In dieser Zeit schrieb sie ihre Stücke, und so wurden fast alle von Tieren inspiriert: „Funky Dragon“ von ihrem Huhn namens Dragon, „Song for Molly“ von Welpe Molly (der dann allerdings doch ein Rüde wurde und daher jetzt „Merlin“ heißt) oder „Ants“ von den Heerscharen von Ameisen, die jedes Jahr im Frühjahr einige Wochen durchs Haus krabbeln.

Musikalisch heißt das: Soulfeeling mit einem kräftigen Schuss Blues, krachende Rockriffs, temporeicher Funk, inmitten der gut eingespielten Rhythmusgruppe zwei Saxofone. So dürfte der Treck im Titelstück „Horses & Cranes“ vom Sound her eine ganze Herde sein, die auf schweren Beats und wummernden Bari-Rhythmen übers Land stapft, flankiert von metallischen Gitarren- und Bassriffs, über denen ab und an in saxofonistischen Soloschleifen Kraniche vorbeiziehen. „Blue Eye“ ist ein melancholischer Dialog bluesgetränkter Saxofonlinien über einem dicht verwobenen Geflecht der Rhythmusgruppe, aus dem sich zeitweise eine E-Gitarre mit einem ausgefeilten Solo in den Vordergrund spielt. In der Rhythmussection der Band mischen Gitarrist Tom Trapp, Bassist Mark Haanstra und Schlagzeuger Joost Kroon mit. Mit Hitchcock und Trapp steuerten noch zwei der Bandmusiker Stücke fürs Repertoire bei. Thomsen formierte die Band MaxSax bereits 2016 in den Niederlanden, wo die gebürtige Hamburgerin fünfzehn Jahre lebte. Durch Studien bei Ferdinand Povel, die Arbeit mit Künstlern wie Nils Landgren, dem Metropole Orkest und vielen anderen war die dortige Szene für sie ein längerfristiges Betätigungsfeld.

Vor wenigen Jahren zog sie wieder in Richtung Heimat, aufs Land unweit der Lüneburger Heide. Sie ist froh, dass sie die Band trotzdem erhalten konnte. In Covid-Zeiten war die zuerst vorgesehene, gemeinsame Studioaufzeichnung aber nicht zu realisieren, genauso wie einige der angesetzten Konzerte. Was tun? Dass die meisten in der Band eigene Tonstudios zu Hause haben, erwies sich nun als großer Vorteil. Sie spielten den Sommer über ihre Teile einzeln ein, was zu einem Daueraustausch von Musikdateien und Kommentaren führte. „Das war wie eine endlose Onlineprobe“, beschreibt es Thomsen. Dass dabei alle noch engagierter waren als sonst, erklärt die Saxofonistin so: „Wir waren ausgehungert nach Musik machen.“ Schlagzeuger Joost Kroon mischte in seinem Studio in Rotterdam, Sander van der Heide masterte im Wisseloord Studio in Hilversum. Zum fertigen Album gibt es von Thomsen Lob für alle: „Die haben das möglich gemacht.“

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